Integrierte Versorgung

Unter integrierter Versorgung (IV) versteht man die fachübergreifende Versorgung von Patienten, für die Leistungsanbieter aus verschiedenen Sektoren abgestimmt zusammenarbeiten.

 

Um gravierende Strukturmängel im deutschen Gesundheitswesen zu beheben und eine flächendeckende, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleisten zu können, gab es im Jahr 2000 eine entscheidende Veränderung im Gesundheitssystem: Der Gesetzgeber führte nach dem Vorbild der amerikanischen Managed-Care-Bewegung ein Modell der interdisziplinär-fachübergreifenden Versorgung in Deutschland ein.

Dabei werden verschiedene Fachdisziplinen und Sektoren wie zum Beispiel Hausärzte und Fachärzte stärker vernetzt, um die Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheitskosten zu senken. Diese Vernetzung wurde auch im Paragraphen 140 des Sozialgesetzbuches V verankert.

Es werden sogenannte Selektivverträge zwischen einzelnen Krankenkassen und Leistungserbringern geschlossen, die Strukturinnovationen im Versorgungsverlauf erlauben. So können beispielsweise modernere Behandlungen als bei der herkömmlichen Versorgung durchgeführt werden. Die Selektivverträge sollen so gestaltet sein, dass die Wirtschaftlichkeit der Behandlung gewährleistet werden kann. Die Kooperationspartner der IVM plus erbringen dem Wesen nach stationäre Leistungen, wobei weitaus weniger Ressourcen verbraucht werden als bei einer reinen Krankenhausbehandlung und sich gleichzeitig die Qualität der Versorgung erhöht.